OKRs in Rechtsabteilungen und Rechtsanwaltskanzleien sinnvoll einsetzen
Für das im Januar erschienene Heft In-house Counsel herausgegeben vom Deutschen Institut für Rechtsabteilungen und Unternehmensjuristen (diruj) durfte ich im Rahmen eines Interviews über die Bedeutung von OKRs in Rechtsabteilungen und Rechtsanwaltskanzleien sprechen.
Ich bin bekanntermaßen ein großer Fan der OKR-Methode! Sie stammt zwar ursprünglich aus der Softwarebranche, nach meiner Erfahrung als selbstständige Rechtsanwältin und Syndikusrechtsanwältin in einem Softwareunternehmen kann diese Methode aber auch in Rechtsabteilungen und Kanzleien mindestens punktuell sehr sinnvoll eingesetzt werden.
Meine Kernaussage: Das Tagesgeschäft in Rechtsabteilungen und Rechtsanwaltskanzleien ist immer nur reaktiv. Mithilfe von OKRs können Juristen die Ausrichtung des Unternehmens (oder der Kanzlei) hingegen aktiv mitgestalten und dazu beitragen, das Unternehmensziel mit umzusetzen.
Juristen haben nicht selten den Ruf, Verhinderer zu sein, anstatt Ermöglicher. Ermöglichen kann ich aber nur, wenn ich weiß, wo das Unternehmen hinwill. Die OKRs sind eine hervorragende Methode, um uns Juristen immer wieder vor Augen zu führen, wofür wir eigentlich rechtsberatend tätig sind – nämlich um Probleme zu lösen und nicht etwa zu schaffen.
Oder um es mit den knappen Worten von Benjamin Franklin zu sagen:
“If you fail to plan, you are planning to fail!”